„Fragen wagen!“ von „Zartbitter“ und „Wolke über 50 Grad“ von Lisa Thomas

FESTIVALERÖFFNUNG UND PREMIERE
DO 04.05.2017 // 19:00 Uhr // Reithalle
(weitere Aufführungen SO 07.05.2017 // 16:00 sowie MO 08.05.2017 // 11:00)

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© Peter Pöschl

„Fragen Wagen!“ von dem Altentanztheater Ensemble ZARTBITTER

„ZARTBITTER“ begab sich mit Lisa Thomas, der Choreografin Marina Grün und einer Gruppe junger Tänzer_innen in eine generationenübergreifende Recherche.
Unter dem Motto „Fragen wagen!“ entsteht eine tänzerische Begegnung von Jung und Alt, von Generation zu Generation, von Mensch zu Mensch.

Was wissen wir voneinander? Von den Alten, den Jungen?
Wenden wir den Blick weg von der Verallgemeinerung, den Zuschreibungen, Vorurteilen hin zu einer persönlichen Neugier:

Fragen regen an zum Nachdenken, zum Weiterfragen
Fragen verursachen Assoziationen, hallen nach, ecken an, rufen auf.
Fragen erzeugen Widerstand, bringen Überzeugungen zum Wackeln.
Fragen stoßen ab, machen Lust, wollen gehört werden, können lästig sein.
Fragen brauchen Mut.

Welche Fragen stehen zwischen Generationen im Raum, werden gestellt oder nie gestellt?
Wie verändert eine Frage die Körpersprache, die Spannung im Raum?
Was bedeutet geben und nehmen, unterstützen, halten, loslassen in einem körperlichen Zusammenhang? Wie entsteht, wie sehen wir die Schönheit der unterschiedlich alten Körper im Dialog?
Wie stellt sich tänzerisch ein Miteinander, Gegeneinander, Nebeneinander ein?
Für ein getanztes Duett braucht es ein Spüren und Hören, wie funktioniert dies, wenn unterschiedlich junge/alte Tänzer_innen aufeinander treffen?

Das Stück bewegt sich zwischen den Kleinigkeiten des Alltags und den wirklich wichtigen Themen,
angesiedelt zwischen den klassischen immer wiederkehrenden und aktuell gesellschaftspolitischen Fragestellungen.

Was hat die Oma noch zu bieten außer Apfelkuchen und Sauerkraut?
Wie leben wir generationsübergreifend in Familie, Gemeinschaft, Gesellschaft?
Wie erleben wir das Älterwerden?
Was erleben wir im Alter(n)?

Choreografie: Marina Grün, Lisa Thomas
Assistenz: Tamara Schindler
Ausstattung: Marie Freihofer
Lichtdesign: Ingo Jooß

Performer_innen:
Regina Boger, Hanne Bogun, Helmut Eglmeier, Chaiar Gaiser, Britta Horwath, Traute Kröner, Ayana Mabry, Bruni Müllner, Rowitha Münchbach, Stefan Mohr- Bender, Helmut Rumpf-Hufnagel, Fabrice Ottou Onana, Eva Schwanitz, Gabriele Würch, Katrin Zimmermann.

„Wolke über 50 Grad“

– ein improvisiert getanztes Solo von Lisa Thomas in künstlerischer Zusammenarbeit mit Nina Kurzeja (Choreographie) und Justyna Koeke (Objekt-Kostüm)

„Sometimes we go on a search and do not know, what we are looking for – until we come again to our beginning“ – Robert Lax (1915-2000)

Robert Lax – gesprochen von Scott Roller
Musik: Hugues Le Bars, Max Richter, Heitor Villa-Lobos

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© Yakup Zeyrek

Lisa Thomas (Bietigheim-Bissingen)
Tänzerin, Tanzpädagogin, Choreographin.
Seit 2003 Tanztheaterarbeit mit Senioren. 2009 Künstlerische Leitung des Altentanztheater Ensembles ZARTBITTER an der TTW.
> Weitere Infos über Lisa Thomas

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Marina Grün (Stuttgart/Wien)
1987 geboren, ist in Russland und Deutschland aufgewachsen. Sie studierte Zeitgenössischen Tanz und Tanzpädagogik an der Universität in Linz, sowie an der Kunstuniversität Amsterdam. Seit ihrem Abschluss arbeitet sie als freiberufliche Tänzerin, Choreographin und Tanzpädagogin in Deutschland und Österreich. Wiederholte Zusammenarbeit mit Nina Kurzeja, Bernhard Eusterschulte, Juliette Villemin, Spielraum Ensemble Graz und Theater Feuerblau.
Demnächst als Tänzerin zu erleben, ist Marina im neuen Tanzstück der Choreographin Juliette Villemin: „Synchronicity – eine Tanz-Musik Performance über den richtigen Augenblick“
Premiere: 1. Juni 2017 FITZ! Stuttgart, sowie im Dokumentarfilm „Der lange Abschied von der Kohle“, zu sehen ab Herbst 2017 in den Kinos des Ruhrgebiets und im WDR.

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© Yakup Zeyrek

Nina Kurzeja (Stuttgart)
Choreographin und Regis­seurin. Schwerpunkt ihrer künstlerischen Tätigkeit ist das Zusammenführen unterschiedlicher Genres. Arbei­ten u.a. für die Junge Oper Stuttgart und die TTW, das PZ Stuttgart sowie für verschiedene Schauspielproduk­tionen. Mit „Nell wartet” war sie bei der „Tanzplattform Deutschland 2006″ eingeladen. 2015 choreographierte sie mit „Zartbitter” das Stück „Tanz-Zeit II – das Leben ist kein 3/4 Takt“ für das Festival VielFalten.

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© Nadine Bracht

Justyna Koeke (Ludwigsburg/Krakau) studierte Bildhauerei und Bildende Kunst und erhielt zweimal den Akademiepreis. Justyna entwickelt und realisiert zahl­reiche Projekte, Performances, und Ausstellungen, wie z.B. 2010 „Grenzbereiche Skulptur“ im Kunstverein Lud­wigsburg. Das interdisziplinäre Projekt „Prinzessinnen und Heilige“ wurde 2016 in der Stadtbibliothek Stuttgart präsentiert. Im gleichen Jahr wurde eine Kostümauswahl bei der alternativen Fashion Show in Berlin gezeigt.

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